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Deutschen Gesellschaft für Heereskunde e.V.
 
 

Maul- und Maul-Ringschlüsselkombinationen

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10.05.26, 10:23:25

Ulan13

Lustiges Teil! Aufgeklappt erinnert es mich irgendwie an einen Schlagring :confused: ... (Oder mehrere, hm...)

Grüße vom Ulanen
17.05.26, 00:16:25

stavblue0815

geändert von: stavblue0815 - 18.05.26, 01:34:38

Zur Vorstellung eines Schraubenschlüssel von AEG habe ich mir lange Zeit genommen, bis mir dieses prächtige, 266 mm lange und 536 Gramm schwere Stück begegnet ist: 1887 als Allgemeine „Electricitäts-Gesellschaft“ gegründet, vermarktete das Unternehmen Produkte aus der Patentpallette von Edisson. Mit Aufkommen der Automobilindustrie suchte auch AEG seine Chance und entwickelte tatsächlich elektrische Droschken. Wer hätte gedacht, dass das E-Auto bereits eine Erfindung der Kaiserzeit war.

So schön der vergangene Glanz als einer der weltweit größten Elektrokonzerne gewesen sein mag, 1935 schloss AEG die Automobilabteilung und geriet 1982 in Insolvenz, wurde seziert, zerlegt und seine Marke zuletzt verkauft. Das berühmte kastenförmige Logo von AEG entwickelte 1912 der Architekt Paul Behrens und erfand damit zugleich das sogenannte Corporate Design, letztlich ein Werbekonzept, das heute in der Welt des Marketings zum absoluten Standard zählt. Witzig finde ich die zum AEG-Logo auf den Kopf stehend geschlagene Serienummer, die Prägung mittig auf der anderen Seite konnte ich nicht deuten. Auf dem letzten (jetzt drittletztem) Bild liegt der Fokus auf die Fehlprägung - manch einer nennt es ein Kunstwerk mit den Titel: "Mitose" :p

Beste Grüße
Ferdinand

Nachtrag: mein kleines Helferlein hat heute aus seinem Fundus mir mehrere Schlüssel vorgelegt und tatsächlich auch einen von A.E.G. – dieses Logo des 114 Gramm schweren und 171 mm langen Schlüssels zeigt kein Kastenlogo, keine Serifen – und dafür Punkte, Merkmale, die laut Firmengeschichte entscheidend sind: das 1907 als erstes von Paul Behrens entworfene Logo (ohne Kasten) ist mit Serifen und ohne Punkte gestaltet. Damit fällt der Fertigungszeitraum des kleinen Schlüssels vermutlich zwischen 1887 und 1907 (wobei die Umstellung der Zulieferer wohl auch anhand der vorhandenen unterschiedlichen Mischformen schleppend verlief) und vom Großen von 1912 bis circa in die 30iger Jahre.



17.05.26, 18:25:48

stavblue0815

geändert von: stavblue0815 - 17.05.26, 20:50:08

Mal wieder ein kleiner Fahrradschlüssel, korrekt: ein 37 Gramm schwerer und 104 mm langer Nabenschlüssel: die Firma der Marke Rotax, die F.Gotschalk und co. spezialisierte sich auf die Herstellung von Fahrradnaben, bezeichnete diese als „Die Krone der Freilaufnaben“ (Seite 13). 1884 in Dresden von Friedrich und Richard Gottschalk gegründet nahm 1897 die Firma die Produktion von Fahrradnaben auf. 1921 ging die Firma in Fichtel und Sachs auf, was aber nicht das Ende der Fahrradnabenära in Dresden einläutete: Richard Gottschalk tüftelte nach turbulenten Jahren stets an neuen Fahrradnaben und Marken wie Centrix noch bis in die 70iger Jahre hinein. Doch die letzte Entwicklung, die Dreigangnabenschaltung konnte sich nicht mehr durchsetzen.

Beste Grüße
Ferdinand


 
 
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